NASSEREITH. Otto Waalkes Film "7 Zwerge, Männer allein im Wald"

aus dem Jahr 2004 stand Pate für die Theaterversion von Bernd Eilert und Otto Waalkes. Die Kinozeitschrift Cinema schrieb damals: „Statt einer Story gibt’s nur ein Gagfeuerwerk, das mal mehr, mal weniger zündet.“

Das Gagfeuerwerk ist im Gafleintal angekommen, nur das mit „weniger zünden“ kann in Nassereith getrost vergessen werden. Denn die Nassereither Zwerge zünden durchgehend und mit Volldampf. Hermann Krabichler, Stefan Agreiter, Ernst Riha, Jan Brand, Markus Falbesoner, Philipp Mang und Otmar Böss als Zwerge sind ganz im Element, Spielfreude, Witz und sprühender Humor sind allen eigen. Eine tolle Partie liefert auch Günther Agerer, der als Ralfie versucht, in die Zwergentruppe aufgenommen zu werden. Zum Brüllen.

Johanna Schatz als Schneewittchen verzaubert spielerisch die Zwerge. Nach ihrem Einzug ins Zwergenhaus ist nichts mehr so wie es war und die Männer-WG erliegt dem Charme der schönen Prinzessin.

Wieder zurück auf den Nassereither Brettern, die die Welt bedeuten, ist Heini Schaber als Spliss. Köstlich – auch im blauen Kostüm und in Stöckelschuhen macht er sich prächtig.

Dietmar Unterlechner gibt den Hofnarr routiniert wie immer. Fabienne Trs als Spiegel sowie Corinna Lair, Maria Lechner und Tamara Agerer als Fanfarenbläserinnen überzeugen durchwegs. Genauso wie Bettina Brand (sie schneiderte die Kostüme) und Birgit Auer als Palastwachen. Ein richtig sensationelles Spiel als Königin liefert Martina Wander. Das geht nicht besser.

Die Regie liegt in den bewährten Händen von Lydia Thurner, die den Gagfluss nie durch irgendwelche Regieeskapaden unterbricht.

Fazit: Zwei köstliche Theaterstunden in der Freilichtbühne im Gaflein.